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Autor Thema: Infos zum Rover 618  (Gelesen 5743 mal)

Offline Gert

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Infos zum Rover 618
« am: 31. Oktober 2008, 21:49:21 »
Rover 618 - neues Basis-Modell mit Honda-Motor

Eigentlich ist der Rover 600 so britisch wie der Fünf-Uhr-Tee. Der in Chrom gefaßte Kühlergrill mit dem Wikingerschiff als Firmenwappen in der Mitte sowie Chrom an den Fensterrahmen und um das hintere Kennzeichenschild verleihen dem 4,65 Meter langen Rover das gewünschte britische Nadelstreifen-Flair. Dennoch haftet ihm noch immer fernöstliche Verwandtschaft aus einer längst gelöste Ehe mit Honda an. Und Rover selbst wird nicht müde, immer wieder daran zu erinnern.

Jüngstes Beispiel ist der Rover 618 als neues Basismodell der Baureihe. Der Motor stammt von Honda. Die Japaner hatten den Benziner quasi für den Diesel-Direkteinspritzer von Rover hergegeben, der seit einigen Monaten im Honda Accord arbeitet. Der japanische 1,8-Liter löst die Zweilitervariante ab, behält aber die 115 PS. Die Gründe für den Tausch waren vor allem das bessere Abgasverhalten, die geringen Geräuschemissionen sowie ein etwas sparsamerer Umgang mit dem Kraftstoff. Was er leistet, konnten wir erfahren.

Der Vierventiler ist gleich mit zwei Ausgleichswellen zur Kurbelwelle bestückt, was nicht nur auf dem Papier für einen vibrationsarmen Lauf sorgt. Hydraulische Motoraufhängungen halten die meisten Schwingungen vom Innenraum fern.

Das Triebwerk mit seinen 115 PS bei 5 500/min und einem maximalen Drehmoment von 158 Nm, das allerdings erst bei 4 200/min anfällt, arbeitet solide, gibt dennoch damit nicht lauthals an. Der 1 330-Kilo-Rover rennt in beachtlichen 11,3 Sekunden auf Tempo 100. Erst bei 195 km/h stoppt die Tachonadel. Der Preis für dieses Temperament hält sich in Grenzen. Gut acht Liter Super bleifrei nimmt er sich je 100 Kilometer im Durchschnitt aus dem 65-Liter-Tank.

Keine Frage, was Honda in Sachen Leistung und Komfort verspricht, wird gehalten. Die Kraft des Motors läßt schaltfaules Fahren problemlos zu. Andererseits geht ihm beim Beschleunigen auf schneller Piste nicht die Puste aus, spart dennoch an Sprit.

Zusammen mit der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung liegt der Brite auch bei schnellen Richtungswechseln immer auf Kurs. Ohne Hektik nimmt er kleine Richtungskorrekturen entgegen. Erst voll beladen gehorcht das Heck leicht den Fliehkräften und wird labiler. Etwas lernen kann der 618 von der jüngst angeheirateten BMW-Verwandtschaft beim Schluckvermögen von Unebenheiten. Und die Einzelradaufhängung polterte auf löchrigem Untergrund.

Bleibt die Frage, weshalb die Briten nicht gleich auf neue Motoren eigener Entwicklung zurückgegriffen haben. Den Grund liefert das Alter. Denn für den Einbau neuer Motoren wären tiefgreifende konstruktive Veränderungen erforderlich gewesen. Das hätte sich jedoch kaum gelohnt. Schließlich gibt es den Rover 600 bereits seit drei Jahren. Somit ist spätestens 1999 mit dem Nachfolger zu rechnen. Dann wird es übrigens auch einen Kombi geben.

Textursprung von hier:

https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0911/none/0052/index.html

http://forum.mg-rover-freunde.de/index.php/topic,28442.0.html
Alle sagten das geht so nicht, dann kam Einer der wusste das nicht, und machte es einfach