Habe gerade mein Getriebeöl gewechselt... Hatte das gleiche Problem, nur dass die anderen Gänge auch immer schwergängiger wurden. Mein netter Vorbesitzer muss die ziemlich reingedroschen haben und/oder die Kupplung nicht vollständig durchgetreten haben beim schalten.
Hat wirklich einiges gebracht. Kann man auch eigentlich sehr leicht selbst machen.
Am besten in einer Grube oder auf der Bühne:
1. Getriebe muss warm sein, also mal um den Block fahren. So läuft das alte Öl besser ab
2. Füllschraube entfernen (die sitzt verdammt(!) fest, WD-40 draufsprühen, einwirken lassen und hoffen, dass man sie nicht rund dreht. Wenn sie schon rund ist, Tipp am Ende beachten)
3. Ablassschraube entfernen (kurz vor Ende einen Faden o.ä. dranbinden... die Schraube aus dem warmen Öl rausfischen ist nicht so toll
4. Behälter drunter stellen und Öl ablaufen lassen. VOLLSTÄNDIG!
5. Dichtung und Schraube wieder dran
Befüllen:
Fall 1, du hattest Glück und hast die Füllschraube abschrauben können:
nen halben Meter Gartenschlauch nehmen, das eine Ende in die Füllöffnung, das andere in einen Trichter. ca. 2,2l einfüllen, bis der Ölstand so ist, dass aus der Füllschraube nichts mehr rausläuft.
Fall 2, du hattest Pech:
Wenn man von oben schaut, sieht man hinter und unter dem Luftfilterkasten einen ca. 5DM-Stück großen, schwarzen Plastikdeckel. Den kannst du abmachen und den Trichter aufsetzen und das Öl direkt einfüllen. Nachteil: es ist ein Blindflug. Messe also genau vorher 2,2l ab und fülle sie rein.
In jedem Fall: das Auto ein wenig stehen lassen, damit sich das Öl setzen kann.
Dinge die man braucht:
Ratsche, Maul- oder Ringschlüssel (am besten natürlich Drehmomentschlüssel), 17er Nuss
Getriebeöl 75w90 oder 80w90 ca. 2,5l
Zeit: ca. 30-60 Minuten (je nach Geschick)
Grube oder Bühne (geht auch ohne, ist aber ätzend die Schrauben zu lösen)
Trichter und eventuell ein Stück Gartenschlauch (den Dünnen, glaub 1/2")
Auffangbehälter
Das Öl natürlich nicht in die Gosse, sondern bei ner Autoverwertung, Tankstelle, Werkstatt o.ä. zur Entsorgung abgeben. Vorher Gedanken um den Transport machen

Das hört sich jetzt vielleicht für einen "Anfänger" schrecklich schwer an, ist es aber wirklich nicht. Wie gesagt, Zeitaufwand ist gering, Materialkosten auch überschaubar (habe für 3l Öl 36€ bezahlt) und es bewirkt Wunder!
Natürlich übernehme ich keine Haftung für die Vorgehensweise oder Schäden, aber genau so habe ich es auch gemacht und es ist was vollkommen anderes jetzt.
Viel Spaß beim Nachmachen oder machen lassen
