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Autor Thema: Gewährleistung vs. Garantie  (Gelesen 7474 mal)

Offline -trouble-

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Gewährleistung vs. Garantie
« am: 19. April 2007, 16:00:31 »
Gewährleistung:
Der Verkäufer GEWÄHRLEISTET, dass das Produkt zum Zeitpunkt des Verkaufs in einem einwandfreien Zustand war. Kommt es in den ersten 6 Monaten nach Kauf zu einem Schaden, müsste der Verkäufer nachweisen, dass sein Produkt bei Verkauf fehlerfrei wahr. Kann er das nicht (was in 99% der Fälle so ist), muss er die Kosten für eine Reperatur selbst tragen. NACH den ersten 6 Monaten kommt es zur "Beweislastumkehr". D.h. tritt jetzt ein Schaden auf, muss der KÄUFER beweisen, dass das Produkt zum Zeitpunkt des Kaufs fehlerhaft war. Das ist ebenfalls fast unmöglich (es sei denn es gab z.B. eine Rückrufaktion des Herstellers).

Garantie:
Der Hersteller oder der Verkäufer GARANTIEREN, dass in angegebener Zeit (z.B. 24 Monate) das Produkt keinen Schaden erleiden wird. Kommt es doch zum Schaden, muss der Hersteller Ersatz leisten.
Kein Hersteller ist gesetzlich verpflichtet eine Garantie zu geben (sozusagen ein Bonus). Es gibt auch keine Gesetzliche Regelungen über den Umfang einer Garantie. Das ist alleinige Sache des Herstellers (sämtliche Einschränkungen, die dort vermerkt sind, sind legitim).

(Dank an blauer_wikinger)
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Offline Roverlook

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Re: Gewährleistung vs. Garantie
« Antwort #1 am: 19. April 2007, 16:42:29 »
ACHTUNG:

Wird vor dem Verkauf ein sog. Fahrzeugcheck (im Rahmen einer Zusatzgarantie für Motor, Getriebe, usw.), oder nur, um das Auto vertrauenserweckender anzubieten, durchgeführt und wird in diesem Papier oder Bericht bestätigt, dass das Auto im Punkt xy mängelfrei beim Verkauf ist, wird die Gewährleistung damit umgangen und der Verkäufer zahlt nicht im Schadensfall von xy !!!!

D.h. man hat schlechte Karten, wenn in den ersten 6 Monaten was kaputt geht, denn der Händler kann mit diesem Fahrzeugcheck beweisen, dass der Mangel NICHT! zum Zeitpunkt des Verkaufes vorhanden war.
Unter Fahrzeugcheck fällt auch das Dekra Siegel (lt. Gesetzesurteil).

Eigene Fahrzeugchecks, die vom Händler selbst durchgeführt worden sind, können evtl. (z.B. wenn keine Meisterwerkstatt den Check vorgenommen hat) mit Anwalt angezweifelt werden und dann müßte der Händler doch noch für den Mangel aufkommen.

Unangehm wird es auch, wenn man eine Zusatzgarantie beim Verkauf mitabgeschlossen hat, die zusammen am Verkaufsdatum mit der Gewährleistung beginnt. Denn fast immer verlangt die Garantiefirma -logischerweise- diesen sog. Fahrzeugcheck beim Verkauf. Damit wird auch wieder die Gewährleistung umgangen, da durch den Fahrzeugcheck der Garantiefirma bestätigt wurde, dass das Auto zum Zeitpunkt des Verkaufes ohne Mängel war.
Also, Garantie schadet hier im Zeitraum der Gewährleistung mehr als sie nützt.

Daher Garantie erst NACH Ablauf der Gewährleistung abschließen, viele Firmen bieten Garantien für z.B. 6 wichtige Baukomponenten für (fast) jedes Fahrzeugalter für unter 250 Euro für 24 Monate an.
Der dann notwendige Fahrzeugcheck schadet dann nicht mehr dem Käufer im Gewährleistungsfall, da die Gewährleistung ja schon abgelaufen ist.
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Offline Ulli

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Re: Gewährleistung vs. Garantie
« Antwort #2 am: 06. Mai 2009, 10:36:49 »
Trotz Beweislastumkehr der Händler zu ihrer Sachmängelhaftung wurden in den letzten Rechtssprechungen diese trotzdem zur Zahlung verpflichtet,

Beispiel:

5 Monate nach Kauf und bereits 12.000 km gefahrenen km kam es zu einem Getriebeschaden. Obwohl der Händler beweisen konnte das die "Sache" bei Übergabe in Ordnung war musste er zahlen.

Gerichtsurteil suche ich gerne raus.

Also heisst es nicht automatisch, das wenn ein Händler einem ne Zusatzgarantie anbietet, auch seine Sachmängelhaftung aushebeln will, sondern lediglich das Riskio minieren für beide Partei´n auf den kosten im Schadenfall sitzen zu bleiben.

Zusatzgarantie = Versicherung = Riskioabsicherung im Schadensfall -----> Schlussfolgerung daraus wäre: Das beide Parteien (Händler, Käufer) sich an den Kosten der Garantieversicherung beteiligen 50/50
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 10:45:14 von Ulli »


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